Die Entscheidung für den eigenen Onlineshop ist getroffen, jetzt brauchst du nur noch den die perfekte Domain. Für die Wahl des Namens gibt es einige Faktoren, die es zu beachten gilt. Neben technischen Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, kann deine gewählte Domain auch für dein Marketing wichtig werden und sogar dein Ranking bei Google beeinflussen.

Welche Endung ist für mich die richtige?

Überlege dir im ersten Schritt, wer deine Zielgruppe ist und wen du mit deinem Angebot erreichen möchtest. Daraus kannst du ableiten, welche Endung für deine Domain die richtige ist: eine .de-Endung, wenn du in Deutschland verkaufen möchtest, eine .com-Endung für den internationalen Verkauf, und wenn du in einem anderen Land verkaufen möchtest, wählst du die länderspezifische Domain-Endung aus.

Hast du dich für eine .de-Endung entschieden, beachte folgende technische Voraussetzungen:

  • Eine Domain kann nur aus Zahlen, Bindestrichen und Buchstaben bestehen
  • Domains dürfen weder mit einem Bindestrich beginnen noch enden
  • An der dritten und vierten Stelle dürfen keine Bindestriche sein
  • Leerzeichen und Sonderzeichen werden bei Domains nicht akzeptiert
  • Groß- und Kleinschreibung spielen bei der Domain keine Rolle
  • Die Mindestlänge einer Domain ist ein Zeichen, die Höchstlänge 63 Zeichen

Solltest du darüber nachdenken, in Zukunft zu expandieren, kannst du deine Domain auch mit anderen Endungen sichern. Für ein Verkaufen in der DACH-Region bieten sich die Endungen .at und .ch an, auf internationaler Ebene die Endung .com.

Wie suche ich meinen Domain-Namen aus?

Im Optimalfall stimmen Domain-Name und der Name deines stationären Geschäfts bzw. deiner Marke überein, damit du vom Wiedererkennungseffekt profitierst. Deine Kunden finden deine Website leichter, was besonders dann vor Vorteil ist, wenn du deine Marketing-Aktivitäten auch auf Social Media ausweitest.

Grundsätzlich gibt es drei Arten von Domains: Marken-Domains, Keyword-Domains und eine Mischung aus beiden Arten. Marken-Domains bestehen aus dem Namen der Marke, für dich als stationären Händler also aus dem Namen deines Ladengeschäfts. Marken-Domains haben einen hohen Wiedererkennungswert, besonders bei etablierten Ladengeschäften, und stärken die Marke. Dabei sollte auf den Zusatz der Rechtsform des Unternehmens (bspw. GmbH, UG oder GbR) verzichtet werden. Für Kunden ist die Rechtsform in der Regel nicht relevant, und durch den Zusatz wird der Domain-Name nur unnötig verlängert.

Keyword-Domains bestehen aus für die jeweilige Branche oder für die jeweilige Produktkategorie relevante Keywords, also Suchbegriffen bzw. Stichworte, die in Suchmaschinen eingegeben werden. Im Online-Marketing sind Keywords von großer Bedeutung, da sie das Ranking bei Suchmaschinen wie Google oder Bing beeinflussen. Aus diesem Grund sind Keyword-Domains beliebt: Je nach dem Suchvolumen eines bestimmten Keywords können Keyword-Domains zur Auffindbarkeit in Suchmaschinen durch (potenzielle) Kunden beitragen. Ein anderer Vorteil von Keyword-Domains ist, dass Website-Besucher auf den ersten Blick verstehen, worum es auf der Seite geht bzw. welche Art von Produkten angeboten wird. Besonders bei Nischenprodukten bietet sich eine Keyword-Domain an. Solltest du eine Keyword-Domain favorisieren, ist es jedoch sinnvoll, den Namen deines stationären Geschäfts im Hinterkopf zu behalten. Weicht deine Domain zu stark von deinem Unternehmensnamen ab, versäumst du die Chance, vom Wiedererkennungseffekt zu profitieren. Ob du eine Marketing-Aktion mit einer Keyword-Domain planst oder aus Ranking-Gründen eine Keyword-Domain wählen möchtest – natürlich gibt es auch die Möglichkeit, sich zusätzlich zur Marken-Domain eine Keyword-Domain zu sichern und diese für spezielle Aktionen oder für die Einrichtung einer Weiterleitung zu nutzen. Ein Tipp für die Keyword-Domain: Suche testweise deinen gewünschten Domain-Namen ohne Domain-Endung bei Google. So findest du heraus, in welchem Umfeld dein Shop in der Suchmaschine angezeigt wird, wenn ein Nutzer nach deinem Shop-Namen sucht, und wer deine Mitbewerber im Online-Umfeld sind.

Als dritte Option kannst du auch eine Kombination aus beiden wählen: Zusätzlich zum Namen deiner Marke kannst du ein oder zwei relevante Keywords in der Domain nutzen. Somit garantiert deine Domain einen Wiedererkennungswert, gibt aber gleichzeitig Aufschluss über dein Angebot. Eine Mischung von Marken- und Keyword-Domain ist besonders dann sinnvoll, wenn dein Markenname nicht viel über dein Geschäft verrät oder du dein Geschäft erst vor Kurzem eröffnet hast.

Welche Fehler kann ich mit meinem Domain-Namen machen?

Das Wichtigste, das du bei der Wahl deiner Domain beachten musst, sind Copyright-Verletzungen. Wenn du gegen Copyright verstößt, können Abmahnungen und Geldstrafen auf dich zukommen. Eine gute Möglichkeit, dies zu vermeiden, ist es, auf Folgendes zu verzichten:

  • Markenrechtlich geschützte Zeichen
  • Namen anderer Firmen
  • Namen von Prominenten
  • Titel von Zeitschriften, Software, Filmen
  • Städtenamen und Kfz-Kennzeichen
  • Bezeichnungen von staatlichen Einrichtungen
  • Tippfehler-Domains (d. h. einzelne Buchstaben bekannter Domains werden weggelassen oder ausgetauscht).

Apropos Tippfehler: Überprüfe deinen Domain-Namen auf mögliche Fehler, die deine Onlineshop-Besucher beim Tippen machen könnten. Wenn der Name deines Onlineshops und deiner Domain häufig falsch geschrieben wird, sicherst du dir am besten auch gleich die Domain oder die Domains mit der alternativen Schreibweise und richtest eine Umleitung auf deinen Onlineshop ein. Rechtschreiblich schwierige Wörter findest du auf der Website von Duden oder auch auf der Website von korrekturen.de.

Um zu überprüfen, ob deine Wunsch-Domain gegen Markenrechte verstößt, kannst du in den Datenbanken des DPMA, des Deutschen Patent- und Markenamts, recherchieren. Tipps zur Recherche findest du auf der Website des DPMA. Auf der Seite findest du außerdem Links zu anderen Datenbanken, die dann relevant sind, wenn du dich für eine andere Endung als eine .de-Endung entschieden hast.

Wie sinnvoll sind Bindestriche, Zahlen und Umlaute?

Hast du eine sehr lange Domain gewählt oder dich für eine Mischung aus Marken- und Keyword-Domain entschieden, bietet es sich an, einen oder mehrere Bindestriche zu nutzen. Wenn du dich nicht entscheiden kannst, ob die Variante mit oder ohne Bindestrich besser ist, kannst du bei freier Verfügbarkeit auch beide Domains erwerben und bei einer der beiden Seiten eine Umleitung auf die andere einrichten. Besonders wenn du dich für eine Domain mit Bindestrich entscheidest, bietet sich der Kauf beider Varianten an. So verhinderst du, dass die Konkurrenz oder Domainbroker die Version ohne Bindestrich kaufen. Domainbroker registrieren Domains, um sie im Anschluss teuer zu verkaufen. Grundsätzlich gilt, dass Domains ohne Bindestrich meistens besser zu merken sind, und auf mobilen Endgeräten müssen Nutzer nicht erst die Zeichenleiste aufrufen, um deine Domain einzutippen.

Zahlen im Domain-Namen können dazu führen, dass die URL nicht so leicht zu merken ist. Wer international verkaufen möchte, muss außerdem damit rechnen, dass es zu Verwirrungen kommen kann, wenn in der Domain Zahlen enthalten sind. Die Zahl 2 beispielsweise kann im Englischen als „to“, „two“ oder „too“ benutzt werden, wodurch das Fehlerpotenzial beim Eintippen erhöhter ist als bei anderen Domains. Sofern keine Zahl im Firmen- oder Markennamen enthalten ist, muss also gut abgewogen werden, wie sinnvoll eine Zahl in der Domain ist.

Denkst du darüber nach, Umlaute in deiner Domain zu verwenden? Bedenke dabei, dass diese zwar mittlerweile bei Domains funktionieren, aber nicht von allen Browsern erkannt werden. Auch bei E-Mail-Adressen und bei einigen Social-Media-Netzwerken funktionieren sie nicht. Dasselbe gilt für den Buchstaben ß, und ist besonders dann wichtig, wenn du international verkaufen möchtest. Nicht alle Tastaturen unterstützen den Buchstaben ß oder Umlaute, weshalb Shop-Besucher auf bestimmte Tastenkombinationen zurückgreifen müssten, die umständlich sind und nicht unbedingt auf Anhieb bekannt sind.

Eine weitere Variante sind Emoji-Domains, die es bereits seit mehr als 15 Jahren gibt. Dabei werden Emojis anstelle von Buchstaben, Zahlen oder Bindestrichen für den Domain-Namen verwendet. Wenn du dich für eine Emoji-Domain interessierst, denke daran, dass du möglicherweise am gewünschten Wiedererkennungseffekt einbüßt. Für die Registrierung muss das gewünschte Emoji in einen Zeichencode umgewandelt werden, der immer mit „xn—“ beginnt. Nicht nur erweckt die Domain bei vielen Website-Nutzern damit einen unseriösen Eindruck, sondern kann auch bei der Nutzung von Social-Media-Accounts problematisch werden. Bei E-Mails kann zudem nicht das Emoji genutzt werden, sondern nur der Zeichencode. Das größte Problem von Emoji-Domains ist jedoch, dass sie nicht von allen Browsern unterstützt werden.

Was gibt es noch zu bedenken?

Halte deine Domain kurz. Am besten sind Domains, die leicht zu merken sind. Wie du bereits weißt, hast du für deine Wunsch-Domain 63 Zeichen zur Verfügung, doch solltest in Betracht ziehen, eine kürzere Domain zu wählen. Bei sehr langen Domains besteht ein hohes Tippfehlerpotenzial, was besonders bei der Nutzung auf mobilen Endgeräten der Fall ist. Eine kürzere Domain ist leichter ins Smartphone oder Tablet zu tippen, was für Social-Media-Aktivitäten ebenso von Vorteil sein kann wie für andere Branding-Maßnahmen. Doch gilt nach wie vor: Am besten ist eine Domain, die sich an deinem Marken-Namen bzw. dem Namen deines stationären Geschäfts orientiert, damit deine Kunden dich leichter finden.

Überprüfe die Verfügbarkeit deiner Wunsch-Domain. Sobald du deine Wunsch-Domain gefunden hast, solltest du ihre Verfügbarkeit überprüfen. Für Websites mit der Endung .de kannst du das unter denic.de tun. Dieser Internetauftritt gehört der Firma DENIC eG mit Sitz in Frankfurt am Main, die als zentrale Registrierungsstelle das Register aller .de-Domains verwaltet. Oder anders gesagt: Bei DENIC sind alle Domains mit der Länderkennung .de registriert. Hast du dich für eine Domain entschieden, kannst du über die „Domainabfrage“ prüfen, ob deine Wunsch-Domain noch verfügbar ist.

Denke an deine Social-Media-Accounts. Vielleicht bist du schon auf Social Media aktiv, vielleicht hältst du dir diese Option für die Zukunft offen – so oder so solltest du überprüfen, ob die zu deiner Domain passenden User-Namen bei Facebook, Twitter, Pinterest und/oder Instagram noch frei sind. Das kannst du entweder direkt auf den Plattformen überprüfen oder über Tools wie beispielsweise namecheckr.com.

Vergiss nicht Wandel im Sprachgebrauch. Produktbezeichnungen oder spezielle Branchen-Begriffe können sich im Laufe der Zeit ändern. Schaue dir beispielsweise die Veränderung der bei Google gesuchten Begriffe „Laptop“ und „Notebook“ an:

Wie du siehst, wurde „Notebook“ mit der Zeit weniger gesucht, während das Suchvolumen für „Laptop“ seit 2004 deutlich zugenommen hat. Wenn du selbst zwei Suchbegriffe bei Google vergleichen möchtest, kannst du dies bei Google Trends.

Wenn du noch auf der Suche nach einem passenden Anbieter von Onlineshops bist, besuche doch die Websites unserer ePages-Partner und sichere dir einen Shop mit passender Domain.

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