Wann haben Sie sich das letzte Mal Gedanken über Ihre Käuferschaft gemacht? Wenn Sie sich durch Personas auf Ihre Kunden einstimmen, kann das eine langfristige Wirkung auf Ihr Laden- oder Onlinegeschäft haben. Wir zeigen Ihnen in drei Schritten, wie Sie solche Personas ganz einfach erstellen können, um zu identifizieren, wer Ihre Kunden wirklich sind.

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Die „Über uns“-Seite ist eine großartige Möglichkeit, mehr über sich zu erzählen und damit das Vertrauen Ihrer Kunden zu gewinnen. Denn: Nicht nur Faktoren wie hochqualitative Produktfotos oder ausführliche Beschreibungen Ihrer Produkte, sondern auch die „Über uns“-Seite kann die Kaufentscheidungen Ihrer Kunden nachhaltig beeinflussen. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, warum das so ist und wie Sie solch eine Seite mit Inhalten füllen können.

Die große Relevanz der „Über uns“-Seite

Wenn ein potenzieller Käufer Ihrer Produkte auf Ihren Onlineshop stößt, sind für ihn vielleicht weitaus mehr Informationen relevant als nur die Produkte allein. Auch die Geschichte Ihres Unternehmens oder eine Vorstellung Ihres stationären Ladens können wichtig für die Kunden sein.

Oft versäumen es Händler, in ihrem Onlineshop die Hintergründe Ihres Unternehmens, die Idee dahinter sowie sich selbst zu präsentieren. Jedoch suchen die Onlinekäufer häufig nach weiteren Informationen zu Ihrem Shop – zum Beispiel um sicherzustellen, dass er vertrauenswürdig ist und Sie keine minderwertigen Produkte anbieten. Eine „Über uns“-Seite schafft genau diesen Kontext und baut das notwendige Vertrauen zu Ihrem Shop und den Produkten auf.

Im Vergleich mit Unternehmen, die nur online verkaufen, haben Sie einen großen Vorteil: Sie können Ihr stationäres Geschäft und dessen Geschichte vorstellen. Manche der Kunden Ihres Onlineshops werden Ihren Laden vielleicht schon kennen oder sogar bereits etwas bei Ihnen gekauft haben. Wenn Interessenten Sie jedoch noch überhaupt nicht kennen, weil sie zum Beispiel durch Suchmaschinen auf Sie gestoßen sind, ist die persönliche Note der „Über uns“-Seite wichtiger denn je. Nutzen Sie diese Möglichkeit, die Shopbesucher virtuell durch Ihren Betrieb zu führen und das Team oder auch sich selbst vorzustellen.

Wie machen es andere Shops?

Zuallererst sollten Sie sich in anderen Onlineshops informieren, zum Beispiel Ihren persönlichen Favoriten im E-Commerce. Wie positioniert sich das Unternehmen?  Welche Informationen präsentiert es? Es lohnt sich außerdem, bei Konkurrenten aus Ihrer Branche vorbeizuschauen, um sich inspirieren zu lassen und wichtige Aspekte herauszufiltern – etwa, wie die Seiten aufgebaut sind und wie die Texte geschrieben sind.

Welche Fragen haben die Kunden?

Denken Sie an die Kunden aus Ihrem Ladengeschäft. Welche Themen kommen im Dialog mit ihnen auf? Welche Nachfragen hat es schon von Kunden gegeben? Hier zeichnen sich bereits wichtige Schwerpunkte für Ihre Kunden ab, die Sie auf der „Über uns“-Seite einfließen lassen sollten.

Was ist Ihr Hintergrund?

Hinter jedem Business steckt eine Geschichte, die das Team dahinter bewegt und die Kunden motiviert. Erzählen Sie den Kunden Ihre Geschichte! Was hat Sie bewegt, Ihr Geschäft zu eröffnen? Mit welchen Produkten haben Sie angefangen und wie haben Sie sich weiterentwickelt? Welche Meilensteine gab es in der Geschichte Ihres Unternehmens? Die „Über uns“-Seite ist genau der richtige Ort, um von diesen Erlebnissen zu berichten und den Interessenten einen spannenden Überblick über sich zu geben.

Was macht Sie aus?

Finden Sie Schlagwörter, die Sie und Ihre Produkte einzigartig machen. Was hebt Sie und Ihr Geschäft besonders von ähnlichen Läden Ihrer Branche ab? Vielleicht ist es ein breites Angebot oder die mehrjährige Praxis, die Sie in Ihrem Gebiet mitbringen. Was ist Ihnen darüber hinaus an Ihrem Geschäft wichtig? Notieren Sie Kriterien, auf die Sie bei Ihren Produkten oder in Ihrem Laden besonders achten. Verkaufen Sie ausschließlich lokale Produkte? Bedeutet Ihnen die Tradition Ihres Unternehmens besonders viel und warum? Solche Infos geben den Shopbesuchern einen runden Eindruck von Ihrem Geschäft. Das zeigt den Interessenten, warum genau Sie die richtige Wahl für sie sind. Die „Über uns“-Seite ist der richtige Platz, um diese Faktoren hervorzuheben.

Wie Sie den richtigen Aufbau für Ihren Text finden

Die W-Fragen bieten eine gute Inspiration für den Aufbau des Textes Ihrer „Über uns“-Seite.

 

Sie können sich beispielsweise folgende Fragen zu Ihrem Geschäft stellen:

  • Wie lange gibt es Ihr Ladengeschäft bereits?
  • Haben Sie weitere Filialen?
  • Was zeichnet Ihr Unternehmen aus?
  • Wie unterscheiden Sie sich von der Konkurrenz?
  • Warum haben Sie Ihren Onlineshop eröffnet?
  • Was gibt es für Produkte in Ihrem Shop?
  • An wen richtet sich Ihr Angebot?
  • Was für eine Beziehung haben Sie zu Ihrer Kundschaft?
  • Warum sollte ein Interessent gerade in Ihrem Shop kaufen?
  • Welche Produkte verkaufen Sie nur online und warum?

Wie Sie die Seite erstellen

Vielleicht haben Sie bereits erste Ideen für Ihre eigene „Über uns“-Seite. Für die richtige Struktur überlegen Sie sich am besten zunächst alle Inhalte, die Sie einbringen wollen – zum Beispiel Texte, Bilder und Videos. Mit diesen Elementen können Sie spielen, bis Sie eine Vorstellung davon haben, wie die Seite aufgebaut sein soll. So können Sie nicht nur die Texte schneller verfassen, sondern sie werden für die Besucher auch viel klarer und flüssiger zu lesen.

In Ihrem Shop können Sie Ihre „Über uns“-Seite ganz einfach im Hauptmenü anzeigen lassen, damit Interessenten sie auf den ersten Blick finden:

Die „Über uns“-Seite in der Navigation

Alternativ können Sie die Seite auch im Footer Ihres Shops verlinken.

Diese und andere Tipps haben Sie vielleicht schon inspiriert, um Ihre eigene „Über uns“-Seite zu erstellen und Ihrem Onlineshop die einzigartige Stimmung Ihres Ladengeschäfts zu verleihen. Wir freuen uns, von Ihnen zu lesen!

 

Sie suchen den passenden Aufbau für Ihre Website? Eine überschaubare Kategoriestruktur kann den Eindruck Ihrer Website erheblich verbessern, indem die Besucher der Website wesentlich schneller das finden, was sie suchen. Selbst wenn sich Websites in Ihren Angeboten erheblich unterscheiden, gibt es grundlegende Herangehensweisen für alle Onlineauftritte – sowohl für Websites als auch Onlineshops. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wie Sie diese Kategorien speziell für Ihre Website herausfinden.

Um die richtige Struktur für Ihren Onlineauftritt zu finden, müssen Sie sich im ersten Schritt in den Website-Besucher hineinversetzen. Wie kommen Sie als Besucher schnell an das, was Sie suchen? Egal ob mehr oder weniger breit gestreuter Inhalt, die Bedürfnisse der Besucher gehen mitunter weit auseinander. Die Aufgabe, allen Interessenten gerecht zu werden, steht dabei im Fokus. Die Lösung heißt Benutzerfreundlichkeit.

Kategorien als Leitfaden

Stellen Sie sich folgendes Gedankenexperiment vor: Sie sind im Urlaub und möchten eine Fahrradtour durch die Naturschutzgebiete machen. Welche Reiseführer wecken Ihr Interesse? Diejenigen mit zu vielen Stopps wirken unübersichtlich, diejenigen mit zu wenig uninteressant. Der ideale Überblick über die Tour soll Ihr Interesse wecken und Ihnen signalisieren, dass diese Tour genau richtig für Sie ist.

Mit Ihren Website-Kategorien verhält es sich ähnlich. Sie sollten mit Ihren Kategorien genug Informationen zur Verfügung stellen, damit ein guter Überblick besteht – aber nicht zu viel, um die Besucher nicht zu überfordern. Denn falls zum Beispiel Ihr Onlineshop nicht leicht zu überblicken ist, verlieren Sie im schlimmsten Fall Kunden.

Machen Sie sich ein Gesamtbild!

Was alle Websites gemeinsam haben sollten, ist der rote Faden innerhalb Ihrer Anwendungen. Um dies zu gewährleisten, machen Sie sich zu Anfang Gedanken über Ihr Gesamtkonzept. Dieses können Sie vielleicht schon von Ihrem Ladengeschäft ableiten oder nehmen den Onlineshop zum Anlass, das Gesamtkonzept neu zu entwerfen. Sie kennen den natürlichen Wachstum Ihres Ladengeschäfts und haben vielleicht schon öfter erlebt, wie neue Kategorien und Produkte im schleichenden Prozess dazukommen. Oder Sie haben Interesse an einer reinen Onlinepräsenz ohne Onlineshop, selbst dann sollten Sie sich ein Konzept für Ihr Storytelling überlegen. Mehr dazu lesen Sie in diesem Artikel . Was auf keinen Fall passieren darf, sind fehlende Kategorien oder solche in doppelter Ausführung.

Ein weiterer Tipp ist, sich den Aufbau der Website-Konkurrenz anzusehen. So finden Sie manchmal überraschend einfache und intuitive Lösungen für Kategorien, die Sie vielleicht für Ihre Website übernehmen können. Kategorien in Onlineshops besitzen mittlerweile ein bestimmtes Muster. Stellen Sie sich beispielsweise einen Onlineshop für Mode vor, hier wird in erster Ebene meistens nach Herren, Damen und Kindern sortiert.

Schritt-für-Schritt: Kategorien erstellen mit dem Cardsorting

Das Cardsorting erlaubt Ihnen, Ihre Kategorien überschneidungsfrei herauszufiltern

Ihre Website- oder Produktkategorien können Sie in fünf Schritten mit der Cardsorting-Methode erstellen. Ein Vorteil ist, dass Sie Ihre Ideen zuerst veranschaulichen und flexibel verschieben können, bis Sie die für sich passende Auswahl erstellt haben. Dann können Sie Ihre Ideen an weitere Personen geben, die eine eigene Kategoriestruktur erstellen. Somit finden Sie heraus, wie sich andere Besucher an Ihren Inhalten orientieren. Das Cardsorting meistern Sie in vier Schritten:

  1. Wenn Sie eine Website erstellen, sammeln Sie alle Inhalte und Themen, die Sie präsentieren möchten, auf einzelnen Karten. Für einen Onlineshop sammeln Sie alle Ihre Produktsorten, die Sie in Ihrem Ladengeschäft anbieten und auch in Ihrem Onlineshop anbieten wollen. Produktattribute, wie zum Beispiel Größe oder Farbe, sollten hier keine Rolle spielen.
  2. Diese Karten fassen Sie in für Sie logische Gruppen zusammen.
  3. Überlegen Sie sich einen passenden Titel für die jeweiligen Gruppen.
  4. Wenn Sie alle Inhalte abgedeckt haben und sich keine Inhalte überschneiden, haben Sie Ihre passenden Kategorien herausgearbeitet!

Beachten Sie bei der Betitelung Ihrer Kategorien, dass diese möglichst einfach zu verstehen sind. Gerade neue Interessenten, die Sie oder Ihr Sortiment noch nicht kennen, sollten an dieser Stelle geläufige Ausdrücke vorfinden. Das bedeutet auch, dass Sie Fachbegriffe in den Kategorien meiden sollten, wenn Sie ein breites Publikum erreichen wollen.

Die nächste Überlegung ist, wie Sie diese Kategorien in Ihre Kategorieleiste einbinden. Auch dazu gibt es mehrere Möglichkeiten, wie zum Beispiel das Mega-Menü. Hiermit können Sie mehrere Menüebenen anlegen, um die erste Ebene nicht mit Kategorien zu überladen und die Besucher nicht zu überfordern. Eine optimale Anzahl sind etwa fünf bis sieben Kategorien in der ersten Ebene, die Sie dann bei Bedarf mit entsprechenden Unterkategorien ergänzen können.

Wir hoffen, diese Informationen haben Ihnen schon einige Ideen geliefert, wie Sie Ihre Website organisieren. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Sortieren!

Um Ihr Ladengeschäft und Ihren Onlineshop für die Zukunft zu rüsten und die richtigen Prioritäten zu setzen, ist die SWOT-Analyse eine gute Methode. Sie ermöglicht Ihnen, die aktuellen Stärken, Schwächen und weitere Aspekte Ihres Geschäfts herauszufiltern. Wir zeigen Ihnen, wie Sie diese Methode Schritt für Schritt für Ihr Business anwenden, um sicher auf dem digitalen Markt von morgen zu handeln.

Doch was bedeutet SWOT überhaupt?

SWOT steht für vier Schritte, mit denen Sie das Potenzial Ihres Geschäfts einschätzen können. Daraus abgeleitet entsteht eine Strategie, die Sie speziell für Ihren Bedarf (stationär oder online) anwenden können. Dafür betrachten Sie Ihre:

  • Strengths (Stärken)
  • Weaknesses (Schwächen)
  • Opportunities (Chancen)
  • Threats (Risiken)

Die Idee klingt simpel. Für Sie als Händler ist die Methode aber eine effektive Möglichkeit, Ihren eigenen Laden sowie Ihren dazugehörigen Onlineauftritt einzuschätzen. Vor Ihrem Einstieg in den E-Commerce bieten diese Punkte gleichzeitig einen Leitfaden, um sich wirkungsvoll im Onlinehandel zu positionieren. Wollen Sie sich im Onlinehandel weiterentwickeln und neue Plattformen wie Social Media und Marktplätze (wie etwa Amazon und eBay) mit einbinden? Auch dann können Sie mit SWOT die entsprechenden Szenarien durchspielen. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihr Business und das Ihrer Mitbewerber richtig analysieren.

Was sind Ihre Stärken und Schwächen?

Das klingt zunächst wie eine Frage aus einem Bewerbungsgespräch. Bei den Stärken und Schwächen geht es vor allem um interne Aspekte Ihres Ladengeschäfts und Ihrer Website. Keine Rolle spielen hierbei externe Faktoren wie etwa Ihr Kundenumfeld, die Lage Ihres Geschäfts oder Ähnliches.

Betrachten Sie die aktuelle Situation: Wie viel Fachwissen bringt Ihr Team mit? Was sind Ihre persönlichen Hintergründe und wie setzen Sie sie ein? Welche Möglichkeiten bietet Ihre Website für Interessenten und Kunden?

Welche Chancen und Risiken gibt es?

Die externen Faktoren, Chancen und Risiken, beschäftigen sich dagegen mit den Aspekten, die Sie selbst nicht beeinflussen können. Welche Konkurrenz gibt es auf dem Markt, sowohl online als auch offline? Welchen Vorsprung haben diese Händler? Welche Entwicklungen und Trends gibt es in Ihrer Branche? Hier können Sie vielleicht schon deutliche Tendenzen entdecken.

Sie können sich die Fragen auch angeordnet auf einem Zeitstrahl vorstellen. Die Stärken und Schwächen beschäftigen sich mit dem jetzigen Zustand. Mit der Frage nach Chancen und Risiken versuchen Sie, die Zukunftsperspektiven Ihres Geschäfts zu analysieren.

Checkliste: So gehen Sie Ihre SWOT-Analyse Schritt für Schritt an

Bevor Sie mit einer SWOT-Analyse starten, beachten Sie folgende Punkte:

  • Erforschen Sie das Umfeld: Als vielbeschäftigter Ladenbesitzer fehlt Ihnen vielleicht die Zeit, eine ausführliche Umweltanalyse zu erstellen. Doch um wichtige externe Faktoren zu diskutieren, sollten Sie sich gründlich mit der Konkurrenz und Ihrer Branche beschäftigen.
  • Fragen Sie Bekannte oder Mitarbeiter: Je mehr Ideen, desto besser. Um einen genauen Eindruck Ihrer SWOTs zu bekommen, bieten sich auch die Beobachtungen von Bekannten an, die Ihre Produkte, Ihr Ladengeschäft und Ihren Shop schon kennen. Vielleicht haben Sie auch Stammkunden, auf die Sie zugehen und nach ihrer Meinung fragen können. Wenn Sie bereits eine Plattform besitzen, auf der Sie Kundenbewertungen einsehen können, beziehen Sie auch diese Eindrücke mit in Ihre Analyse ein.

Die ersten Schritte in der Analyse:

  1. Brainstorming zu Ihren SWOTs: Unten finden Sie unseren Fragenkatalog. Vielleicht haben Sie schon erste Gedanken zu Ihren SWOTs. Setzen Sie dort an und machen Sie ein erstes Brainstorming, um alle Ihre Gedanken festzuhalten. Mehr ist mehr! Scheuen Sie nicht vor langen Listen, im Ernstfall können Sie immer noch unwichtige Punkte löschen. In jedem Fall gilt: Seien Sie fair und ehrlich zu sich selbst. Nicht erkannte Schwächen werden Ihnen keinen Lösungsweg aufzeigen. Nutzen Sie stattdessen die Chance, mit SWOT eine neue Strategie zu entwickeln, die Sie langfristig weiterbringt.
  2. Gönnen Sie sich eine Pause: Oft fallen Ihnen manche Punkte im Laufe der nächsten Tage auf, oder Sie stolpern bei bestimmten Prozessen im Ladengeschäft darüber. Notieren Sie auch diese Faktoren!
  3. Leiten Sie Ihre Strategie ab: Wenn Sie glauben, alle Ihre SWOTs ausführlich formuliert zu haben, überlegen Sie sich eine Strategie dazu. Wie können Sie Stärken und Chancen hervorheben und nutzen? Wie können Sie den Schwächen und Risiken entgegenwirken? Was sich zunächst wie ein theoretisches Konstrukt anhört, ist manchmal leichter umzusetzen, als man denkt. Stellen Sie sich zeitlich terminierte Ziele vor, die Sie anhand dieser Punkte ableiten. Die Strategie können Sie mit jedem Punkt von SWOT verknüpfen:
    • Stärken und Chancen: Heben Sie Ihre Stärken hervor, um Ihre Chancen zu maximieren
    • Stärken und Risiken: Nutzen Sie Stärken, um die Risiken zu begrenzen oder aufzuheben
    • Schwächen und Chancen: Verkleinern Sie Schwächen, um Ihre Chancen zu vergrößern
    • Schwächen und Risiken: Reduzieren Sie Schwächen, um die Risiken zu verringern

Fangen Sie klein an, um sich an Ihre neue Strategie zu gewöhnen. Ein Beispiel: Sie erhalten besonders viele Nachfragen zu einem bestimmten Produkt, die Sie in Ihrem Tagesgeschäft behindern. Passen Sie die Produktbeschreibung hinsichtlich dieser Nachfragen an! Verringern sich die Nachfragen, konnten Sie einer Schwäche erfolgreich entgegenwirken.

  1. Aktualisieren Sie Ihre SWOTs. Ihre SWOTs sind Faktoren, die stets im Wandel sind. Das hängt sowohl von Ihnen, Ihrer Strategie als auch der Umwelt ab. Nehmen Sie sich deshalb die Zeit, Ihre SWOTs wiederholt anzupassen, um Ihre Strategie zu aktualisieren.

Fragen für Ihre SWOT-Analyse

Nutzen Sie unsere Fragenvorlage, um Ihre SWOTs ganz einfach herauszufiltern. Wir empfehlen Ihnen, sich Ihre Gedanken in Stichpunkten zu notieren.

Stärken

  • Was sind die Vorteile Ihrer Produkte?
  • Bieten Sie Produkte an, die es in keinem anderen Shop gibt?
  • Welches Produkt ist besonders gewinnbringend?
  • Was zeichnet Sie persönlich als Geschäftsinhaber aus?
  • Was bringen Sie als Geschäftsinhaber für Fachwissen mit?
  • Welches positive Feedback bekommen Sie von Kunden?
  • Hat Ihr Laden in Ihrem Umfeld einen guten Ruf?
  • Haben Sie bereits eine Website?
  • Was bringen Sie an Erfahrung in Ihrem Geschäftsgebiet mit?
  • Was macht Ihr Ladengeschäft so besonders?
  • Besitzen Sie bereits Kontakte, die Ihnen für Ihr Geschäft weitergeholfen haben?
  • Haben Sie bereits Erfahrungen im Onlinehandel gesammelt?
  • Welche Hürden haben Sie mit Ihrem Ladengeschäft bereits bewältigt?
  • Wo können Sie sparen, um Ihren Gewinn zu maximieren?

Schwächen

  • Was sind Dinge, die Sie weniger gut machen als andere?
  • Gibt es etwas, das Sie an Ihrem Laden stört?
  • Haben Käufer schon einmal etwas Negatives angemerkt?
  • Wo verlieren Sie Geld?
  • Wo fehlen Ihnen Ressourcen?
  • Haben Sie in manchen Bereichen wenig Erfahrung?
  • Haben Sie schon einmal gravierende Fehler gemacht?
  • Haben Sie Ertragsschwierigkeiten bei bestimmten Produkten?
  • Fehlen Ihrem Personal Kenntnisse?
  • Hat Ihre Kundschaft Interessen, die Sie mit Ihrem Ladengeschäft nicht bedienen konnten?
  • Waren manche Produktbeschreibungen für die Kunden unklar?

Chancen

  • Welche Kundenbedürfnisse könnten Sie in Zukunft bedienen?
  • Welche Stärken sehen Sie in einer Onlinepräsenz für Ihr Geschäft?
  • Haben Sie die Möglichkeit, Ihre Ware weltweit zu vertreiben?
  • Welche externen Ressourcen können Sie nutzen, um auf die Wünsche der Käufer zu reagieren?
  • Welche Ziele können Sie in naher Zukunft erreichen?
  • Welche Nachteile haben Konkurrenten aus ihrer Branche Ihnen gegenüber?
  • Welche Trends gibt es in Ihrem Markt?
  • Wie können Sie sich zukünftige Entwicklungen zunutze machen?
  • Haben Sie die Möglichkeit, einen neuen Adressatenkreis mit anzusprechen, zum Beispiel eine andere Altersgruppe?

Risiken

  • Durch welche Aspekte ist Ihre Branche potenziell bedroht?
  • Welche Entwicklungen könnten Ihrem Geschäft gefährlich werden?
  • Was für Risiken sehen Sie persönlich in den nächsten drei Jahren?
  • Welchen Vorsprung hat Ihre Konkurrenz?
  • Haben Sie Produkte, die nur für eine kurze Zeitspanne verkauft werden, zum Beispiel Trendprodukte oder Saisonprodukte?
  • Sind Sie an andere Firmen gebunden, zum Beispiel an einen Zulieferer?
  • Kennen Sie Firmen in Ihrem unmittelbaren Umfeld, die bald in Ihre Branche einsteigen?
  • Welcher Ihrer Konkurrenten dominiert auf dem Markt?
  • Aus welchen Gründen ist Ihr Absatz nicht größer?

So holen Sie das Maximum aus Ihrer SWOT-Analyse

Haben Sie erst einmal einen tieferen Eindruck dieser vier Blickwinkel gewonnen, können Sie Ihre Umgebung und Ihre Position im Markt besser einschätzen. Wagen Sie auch einen Blick über den Tellerrand, um Vorteile und Nachteile Ihres stationären Geschäfts zu erkennen, denen Sie vielleicht noch nicht so viel Aufmerksamkeit geschenkt haben. Ganz wichtig ist: Seien Sie nicht frustriert, wenn Sie Schwächen und Risiken entdecken. Die SWOT-Analyse dient dazu, gerade diesen vermeintlich negativen Punkten entgegenzuwirken.

Oft hilft eine gut durchdachte Onlinepräsenz dabei, die Schwächen des stationären Handels auszugleichen.“. Das kann schon ein Eintrag bei Google My Business oder eine eigene Website sein. Auch, wenn Sie Ihren Onlineshop eröffnen möchten, ist die SWOT-Analyse eine gute Möglichkeit, Ihre Strategie zu überdenken und zu optimieren. Die wichtigsten Tipps für den Start in den Onlinehandel haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Wir hoffen, dass wir Ihnen in diesem Artikel die SWOT-Analyse näherbringen konnten und Sie vielleicht schon eigene Ideen für Ihre neue Strategie haben. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg mit Ihren Plänen im Online- und Offlinebusiness!

Sie haben Ihren Onlineshop eingerichtet, Produkte hochgeladen und Produktbeschreibungen verfasst? Herzlichen Glückwunsch, dann können Sie jetzt die ersten Bestellungen erhalten! Aber wie erreichen Sie die ersten Kunden am besten? Wir haben für Sie eine Liste mit 21 Tipps zusammengestellt, wie Sie Ihren Shop online und offline bekannt machen können.

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Haben Sie sich und Ihr Unternehmen schon mal gegoogelt und einen Eintrag über Ihre Firma gefunden? Häufig erstellt Google automatische Einträge für Firmen, die jedoch nicht unbedingt aktuelle oder vollständige Informationen enthalten. Manchmal sind sogar falsche Informationen hinterlegt, zum Beispiel Öffnungszeiten, die nicht mit Ihren übereinstimmen. Das könnte potenzielle Kundschaft verärgern und dazu führen, dass sie so schnell nicht wiederkommt. Um Ihre Online-Präsenz aktuell zu halten und zu verbessern, können Sie von dem kostenlosen Tool Google My Business profitieren.

Store-Präsenz optimieren mit Google My Business

Die Plattform Google My Business ist eine Art Branchenverzeichnis, über das Unternehmer einen kostenlosen Eintrag zu ihrer Firma bei Google erstellen und bearbeiten können. Angaben wie die Adresse des Geschäfts, der Link zur Website, den Öffnungszeiten oder Informationen zu den angebotenen Leistungen oder Produkten können dort eingetragen werden. Dadurch gewinnt Ihr Geschäft schnell an Sichtbarkeit im Internet – dabei gilt: je vollständiger Ihr Profil, desto besser Ihre Auffindbarkeit. In diesem Hilfsartikel von Google erfahren Sie mehr darüber, wie Sie Ihr Ranking bei Google über Ihren Eintrag beeinflussen. Einer der Vorteile des Eintrags für Ihre Kunden ist, dass sie die relevantesten Informationen zu Ihrem Geschäft sofort finden können. Haben Sie beispielsweise eine Telefonnummer hinterlegt, können Kunden direkt über den Google-Eintrag bei Ihnen anrufen. So sparen sie nicht nur Zeit bei der Suche nach relevanten Informationen, Ihr Unternehmen gewinnt durch die einfache Auffindbarkeit relevanter Angaben gleichzeitig an Vertrauenswürdigkeit. Dazu tragen auch Kundenbewertungen bei: Einer Capterra-Nutzerumfrage zufolge vertrauen Konsumenten den Bewertungen anderer Kunden sogar noch mehr als den Empfehlungen von Freunden und Bekannten. Rufen Sie Ihre Kunden beispielsweise dazu auf, Sie bei Google zu bewerten, etwa per Newsletter, im persönlichen Gespräch im Geschäft oder über andere Marketing-Unterlagen. Wenn Sie Ihren Eintrag mit allen relevanten Informationen gefüllt haben, erhalten Sie über das Feld „Statistiken“ wichtige Informationen zum Verhalten Ihrer Kunden. Wurde Ihr Eintrag über die Google-Suche oder über Google Maps gefunden? Welche Aktionen wurden über den Eintrag ausgelöst? Wurden Anrufe getätigt oder wurde Ihre Website besucht? So haben Sie die Möglichkeit herauszufinden, was für Ihre Kunden wichtig ist, damit Sie Ihre Präsenz kontinuierlich optimieren können.

Gibt es bereits einen Eintrag zu Ihrem Unternehmen und Sie haben ihn nicht selbst erstellt, können Sie Anspruch darauf erheben. Wie genau das funktioniert, oder wie Sie Ihren Brancheneintrag neu anlegen, erfahren Sie über den Hilfeartikel von Google My Business.

Traffic im Laden erhöhen mit Google Maps und Local Ads

Der Brancheneintrag bei Google My Business wird direkt verbunden mit dem Google-Maps-Service. Haben Sie die Adresse Ihres Ladengeschäfts im Eintrag hinterlegt, wird es auf Google Maps angezeigt. Der Vorteil der Verknüpfung beider Dienste: Auch in Google Maps können Nutzer neben der Adresse und Öffnungszeiten auch Fotos und Bewertungen sehen, und sogar bei Ihnen im Geschäft anrufen, wenn Sie eine Telefonnummer hinterlegt haben. So wird ein stimmiges Nutzererlebnis über mobile und Desktop-Plattformen geschaffen – und gleichzeitig online und offline miteinander verbunden. Mithilfe ihres Smartphones können sich Nutzer direkt zu Ihrem Store führen lassen. Dafür ist das vollständige Profil bei Google My Business hilfreich, aber auch die Integration von Google Maps auf Ihrer Website oder in Ihrem Onlineshop. Das erleichtert es Nutzern, sich direkt von Ihrer Website aus die Route zu Ihrem Store anzeigen zu lassen.

Eine weitere Möglichkeit, den Traffic in Ihrem Laden zu erhöhen, ist die Schaltung von Anzeigen, Local Ads genannt, die Google Nutzern auf Basis ihres Standorts anzeigt. Mit Google-Local-Ads können Sie mehr Kunden erreichen, die an lokalen Informationen interessiert sind, denn sie ist darauf ausgelegt, durch Werbung mehr Ladenbesuche zu erreichen. Anzeigen können Sie über Ihren Google-Account schalten. Dazu wählen Sie Ihren Geschäftsstandort, das Kampagnenbudget und geben Informationen an, die in der Anzeige ausgespielt werden sollen, also die Anzeigen-Assets. Google macht sich maschinelles Lernen zunutze, um Anzeigengebote, -Platzierungen und Asset-Kombinationen automatisch zu optimieren. Anzeigen über Google Maps werden Nutzern angezeigt, die sich in der Nähe Ihres Standorts befinden oder dies planen. Wählen Sie Anzeigen über das Google Suchnetzwerk, werden diese bei Suchbegriffen ausgeliefert, die für Ihr Unternehmen und den entsprechenden Standort relevant sind. Über das Google Displaynetzwerk werden sie da ausgespielt, wo sie von möglichst vielen Nutzern gesehen werden.

Mehr Kundenbindung durch kontinuierliche Pflege

Neben der erhöhten Sichtbarkeit bei Google hat der Eintrag bei Google My Business einen anderen schönen Effekt: mehr Kundenkontakt und Kundenbindung. Über Ihr Profil können Sie nicht nur Kundenbewertungen einsehen, auf sie reagieren und sich das Feedback zunutze machen. Dank der Möglichkeit, Beiträge zu erstellen, informieren Sie Verbraucher außerdem über Neuigkeiten, Produkte, Rabattaktionen oder Veranstaltungen. Mit einem Call-to-Action-Button animieren Sie Besucher zu weiteren Aktionen, die Sie wiederum auswerten können. So bekommen Sie ein besseres Gefühl dafür, für welche Beiträge sich Ihre Kunden am meisten interessieren.

Google My Business Post | instore-commerce.com

Die Aktualität Ihres Profils nutzt der Vertrauenswürdigkeit Ihres Unternehmens und der Beziehung zu Ihren Kunden. Wenn Sie noch keinen Eintrag auf Google My Business erstellt haben, starten Sie am besten noch heute und probieren Sie die verschiedenen Funktionen aus.

Die Entscheidung für den eigenen Onlineshop ist getroffen, jetzt brauchen Sie nur noch den die perfekte Domain. Für die Wahl des Namens gibt es einige Faktoren, die es zu beachten gilt. Neben technischen Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, kann Ihre gewählte Domain auch für Ihr Marketing wichtig werden und sogar Ihr Ranking bei Google beeinflussen.

Welche Endung ist für mich die richtige?

Überlegen Sie sich im ersten Schritt, wer Ihre Zielgruppe ist und wen Sie mit Ihrem Angebot erreichen möchten. Daraus können Sie ableiten, welche Endung für Ihre Domain die richtige ist: eine .de-Endung, wenn Sie in Deutschland verkaufen möchten, eine .com-Endung für den internationalen Verkauf, und wenn Sie in einem anderen Land verkaufen möchten, wählen Sie Ihre länderspezifische Domain-Endung aus.

Haben Sie sich für eine .de-Endung entschieden, beachten Sie folgende technische Voraussetzungen:

  • Eine Domain kann nur aus Zahlen, Bindestrichen und Buchstaben bestehen
  • Domains dürfen weder mit einem Bindestrich beginnen noch enden
  • An der dritten und vierten Stelle dürfen keine Bindestriche sein
  • Leerzeichen und Sonderzeichen werden bei Domains nicht akzeptiert
  • Groß- und Kleinschreibung spielen bei der Domain keine Rolle
  • Die Mindestlänge einer Domain ist ein Zeichen, die Höchstlänge 63 Zeichen

Sollten Sie darüber nachdenken, in Zukunft zu expandieren, können Sie sich Ihre Domain auch mit anderen Endungen sichern. Für ein Verkaufen in der DACH-Region bieten sich die Endungen .at und .ch an, auf internationaler Ebene die Endung .com.

Wie suche ich meinen Domain-Namen aus?

Im Optimalfall stimmen Domain-Name und der Name Ihres stationären Geschäfts bzw. Ihrer Marke überein, damit Sie vom Wiedererkennungseffekt profitieren. Ihre Kunden finden Ihre Website leichter, was besonders dann vor Vorteil ist, wenn Sie Ihre Marketing-Aktivitäten auch auf Social Media ausweiten.

Grundsätzlich gibt es drei Arten von Domains: Marken-Domains, Keyword-Domains und eine Mischung aus beiden Arten. Marken-Domains bestehen aus dem Namen der Marke, für Sie als stationären Händler also aus dem Namen Ihres Ladengeschäfts. Marken-Domains haben einen hohen Wiedererkennungswert, besonders bei etablierten Ladengeschäften, und stärken die Marke. Dabei sollte auf den Zusatz der Rechtsform des Unternehmens (bspw. GmbH, UG oder GbR) verzichtet werden. Für Kunden ist die Rechtsform in der Regel nicht relevant, und durch den Zusatz wird der Domain-Name nur unnötig verlängert.

Keyword-Domains bestehen aus für die jeweilige Branche oder für die jeweilige Produktkategorie relevante Keywords, also Suchbegriffen bzw. Stichworte, die in Suchmaschinen eingegeben werden. Im Online-Marketing sind Keywords von großer Bedeutung, da sie das Ranking bei Suchmaschinen wie Google oder Bing beeinflussen. Aus diesem Grund sind Keyword-Domains beliebt: Je nach dem Suchvolumen eines bestimmten Keywords können Keyword-Domains zur Auffindbarkeit in Suchmaschinen durch (potenzielle) Kunden beitragen. Ein anderer Vorteil von Keyword-Domains ist, dass Website-Besucher auf den ersten Blick verstehen, worum es auf der Seite geht bzw. welche Art von Produkten angeboten wird. Besonders bei Nischenprodukten bietet sich eine Keyword-Domain an. Sollten Sie eine Keyword-Domain favorisieren, ist es jedoch sinnvoll, den Namen Ihres stationären Geschäfts im Hinterkopf zu behalten. Weicht Ihre Domain zu stark von Ihrem Unternehmensnamen ab, versäumen Sie die Chance, vom Wiedererkennungseffekt zu profitieren. Ob Sie eine Marketing-Aktion mit einer Keyword-Domain planen oder aus Ranking-Gründen eine Keyword-Domain wählen möchten – natürlich gibt es auch die Möglichkeit, sich zusätzlich zur Marken-Domain eine Keyword-Domain zu sichern und diese für spezielle Aktionen oder für die Einrichtung einer Weiterleitung zu nutzen. Ein Tipp für die Keyword-Domain: Googeln Sie testweise Ihren gewünschten Domain-Namen ohne Domain-Endung. So finden Sie heraus, in welchem Umfeld Ihr Shop in der Suchmaschine angezeigt wird, wenn ein Nutzer nach Ihrem Shop-Namen sucht, und wer Ihre Mitbewerber im Online-Umfeld sind.

Als dritte Option können Sie auch eine Kombination aus beiden wählen: Zusätzlich zum Namen Ihrer Marke können Sie ein oder zwei relevante Keywords in der Domain nutzen. Somit garantiert Ihre Domain einen Wiedererkennungswert, gibt aber gleichzeitig Aufschluss über Ihr Angebot. Eine Mischung von Marken- und Keyword-Domain ist besonders dann sinnvoll, wenn Ihr Markenname nicht viel über Ihr Geschäft verrät oder Sie Ihr Geschäft erst vor Kurzem eröffnet haben.

Welche Fehler kann ich mit meinem Domain-Namen machen?

Das Wichtigste, das Sie bei der Wahl Ihrer Domain beachten müssten, sind Copyright-Verletzungen. Wenn Sie gegen Copyright verstoßen, können Abmahnungen und Geldstrafen auf Sie zukommen. Eine gute Möglichkeit, dies zu vermeiden, ist es, auf Folgendes zu verzichten:

  • Markenrechtlich geschützte Zeichen
  • Namen anderer Firmen
  • Namen von Prominenten
  • Titel von Zeitschriften, Software, Filmen
  • Städtenamen und Kfz-Kennzeichen
  • Bezeichnungen von staatlichen Einrichtungen
  • Tippfehler-Domains (d. h. einzelne Buchstaben bekannter Domains werden weggelassen oder ausgetauscht).

Apropos Tippfehler: Überprüfen Sie Ihren Domain-Namen auf mögliche Fehler, die Ihre Onlineshop-Besucher beim Tippen machen könnten. Wenn der Name Ihres Onlineshops und Ihrer Domain häufig falsch geschrieben wird, sichern Sie sich am besten auch gleich die Domain oder die Domains mit der alternativen Schreibweise und richten Sie eine Umleitung auf Ihren Onlineshop ein. Rechtschreiblich schwierige Wörter finden Sie auf der Website von Duden oder auch auf der Website von korrekturen.de.

Um zu überprüfen, ob Ihre Wunsch-Domain gegen Markenrechte verstößt, können Sie in den Datenbanken des DPMA, des Deutschen Patent- und Markenamts, recherchieren. Tipps zur Recherche finden Sie auf der Website des DPMA. Auf der Seite finden Sie außerdem Links zu anderen Datenbanken, die dann relevant sind, wenn Sie sich für eine andere Endung als eine .de-Endung entschieden haben.

Wie sinnvoll sind Bindestriche, Zahlen und Umlaute?

Haben Sie eine sehr lange Domain gewählt oder sich für eine Mischung aus Marken- und Keyword-Domain entschieden, bietet es sich an, einen oder mehrere Bindestriche zu nutzen. Wenn Sie sich nicht entscheiden können, ob die Variante mit oder ohne Bindestrich besser ist, können Sie bei freier Verfügbarkeit auch beide Domains erwerben und bei einer der beiden Seiten eine Umleitung auf die andere einrichten. Besonders wenn Sie sich für eine Domain mit Bindestrich entscheiden, bietet sich der Kauf beider Varianten an. So verhindern Sie, dass die Konkurrenz oder Domainbroker die Version ohne Bindestrich kaufen. Domainbroker registrieren Domains, um sie im Anschluss teuer zu verkaufen. Grundsätzlich gilt, dass Domains ohne Bindestrich meistens besser zu merken sind, und auf mobilen Endgeräten müssen Nutzer nicht erst die Zeichenleiste aufrufen, um Ihre Domain einzutippen.

Zahlen im Domain-Namen können dazu führen, dass die URL nicht so leicht zu merken ist. Wer international verkaufen möchte, muss außerdem damit rechnen, dass es zu Verwirrungen kommen kann, wenn in der Domain Zahlen enthalten sind. Die Zahl 2 beispielsweise kann im Englischen als „to“, „two“ oder „too“ benutzt werden, wodurch das Fehlerpotenzial beim Eintippen erhöhter ist als bei anderen Domains. Sofern keine Zahl im Firmen- oder Markennamen enthalten ist, muss also gut abgewogen werden, wie sinnvoll eine Zahl in der Domain ist.

Denken Sie darüber nach, Umlaute in Ihrer Domain zu verwenden? Bedenken Sie dabei, dass diese zwar mittlerweile bei Domains funktionieren, aber nicht von allen Browsern erkannt werden. Auch bei E-Mail-Adressen und bei einigen Social-Media-Netzwerken funktionieren sie nicht. Dasselbe gilt für den Buchstaben ß, und ist besonders dann wichtig, wenn Sie international verkaufen möchten. Nicht alle Tastaturen unterstützen den Buchstaben ß oder Umlaute, weshalb Shop-Besucher auf bestimmte Tastenkombinationen zurückgreifen müssten, die umständlich sind und nicht unbedingt auf Anhieb bekannt sind.

Eine weitere Variante sind Emoji-Domains, die es bereits seit mehr als 15 Jahren gibt. Dabei werden Emojis anstelle von Buchstaben, Zahlen oder Bindestrichen für den Domain-Namen verwendet. Wenn Sie sich für eine Emoji-Domain interessieren, denken Sie daran, dass Sie möglicherweise am gewünschten Wiedererkennungseffekt einbüßen. Für die Registrierung muss das gewünschte Emoji in einen Zeichencode umgewandelt werden, der immer mit „xn—“ beginnt. Nicht nur erweckt die Domain bei vielen Website-Nutzern damit einen unseriösen Eindruck, sondern kann auch bei der Nutzung von Social-Media-Accounts problematisch werden. Bei E-Mails kann zudem nicht das Emoji genutzt werden, sondern nur der Zeichencode. Das größte Problem von Emoji-Domains ist jedoch, dass sie nicht von allen Browsern unterstützt werden.

Was gibt es noch zu bedenken?

Halten Sie Ihre Domain kurz. Am besten sind Domains, die leicht zu merken sind. Wie Sie bereits wissen, haben Sie für Ihre Wunsch-Domain 63 Zeichen zur Verfügung, doch sollten Sie in Betracht ziehen, eine kürzere Domain zu wählen. Bei sehr langen Domains besteht ein hohes Tippfehlerpotenzial, was besonders bei der Nutzung auf mobilen Endgeräten der Fall ist. Eine kürzere Domain ist leichter ins Smartphone oder Tablet zu tippen, was für Social-Media-Aktivitäten ebenso von Vorteil sein kann wie für andere Branding-Maßnahmen. Doch gilt nach wie vor: Am besten ist eine Domain, die sich an Ihrem Marken-Namen bzw. dem Namen Ihres stationären Geschäfts orientiert, damit Ihre Kunden Sie leichter finden.

Überprüfen Sie die Verfügbarkeit Ihrer Wunsch-Domain. Sobald Sie Ihre Wunsch-Domain gefunden haben, sollten Sie ihre Verfügbarkeit überprüfen. Für Websites mit der Endung .de können Sie das unter denic.de tun. Dieser Internetauftritt gehört der Firma DENIC eG mit Sitz in Frankfurt am Main, die als zentrale Registrierungsstelle das Register aller .de-Domains verwaltet. Oder anders gesagt: Bei DENIC sind alle Domains mit der Länderkennung .de registriert. Haben Sie sich für eine Domain entschieden, können Sie über die „Domainabfrage“ prüfen, ob Ihre Wunsch-Domain noch verfügbar ist.

Denken Sie an Ihre Social-Media-Accounts. Vielleicht sind Sie schon auf Social Media aktiv, vielleicht halten Sie diese Option für die Zukunft offen – so oder so sollten Sie überprüfen, ob die zu Ihrer Domain passenden User-Namen bei Facebook, Twitter, Pinterest und/oder Instagram noch frei sind. Das können Sie entweder direkt auf den Plattformen überprüfen oder über Tools wie beispielsweise namecheckr.com.

Vergessen Sie nicht Wandel im Sprachgebrauch. Produktbezeichnungen oder spezielle Branchen-Begriffe können sich im Laufe der Zeit ändern. Schauen Sie sich beispielsweise die Veränderung der bei Google gesuchten Begriffe „Laptop“ und „Notebook“ an:

Wie Sie sehen, wurde „Notebook“ mit der Zeit weniger gesucht, während das Suchvolumen für „Laptop“ seit 2004 deutlich zugenommen hat. Wenn Sie selbst zwei Suchbegriffe bei Google vergleichen wollen, können Sie dies bei Google Trends.

Wenn Sie noch auf der Suche nach einem passenden Anbieter von Onlineshops sind, besuchen Sie doch die Websites unserer ePages-Partner und sichern sich Ihren Shop mit passender Domain.