Händler, die ihre Produkte online verkaufen wollen, sollten nicht nur auf hochwertige Produktfotos und vollständige Produktinformationen achten. Es gibt auch rechtliche Aspekte zu berücksichtigen. In Deutschland regeln besonders die §§ 312c bis 312j BGB, welche Informationen Onlineshop-Betreiber bereitstellen müssen. Die wichtigsten Seiten, die Sie für Ihren Onlineshop gebrauchen, sind das Impressum, Informationen zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) sowie zum Datenschutz. Die Inhalte können Sie beispielsweise kostenlos über Trusted Shops erstellen. Welche Inhalte das genau sind, erfahren Sie in diesem Artikel.

Impressum

In Deutschland gilt für Websitebetreiber die Impressumspflicht. Sie wurde vom Gesetzgeber eingeführt, damit Nutzer wissen, mit wem sie es zu tun haben, und ist im Telemediengesetz geregelt. Bei dem Impressum handelt es sich um eine Anbieterkennzeichnung, über die sich Websitebesucher ein Bild über den Betreiber der Website machen können. Laut Telemediengesetz §5 sind die Informationen „leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar zu halten“. Aus diesem Grund sind die rechtlichen Seiten bei der ePages-Shopsoftware „Instore“ beispielsweise standardmäßig angelegt und im Footer eingebunden. Händler müssen diese Seiten nur noch mit Inhalt füllen.

Was genau muss im Impressum stehen?

Es gibt einige Informationen, die in jedem Impressum enthalten sein müssen. Dazu gehören:

  • Name: Vor- und Zuname bei natürlichen Personen, bei Unternehmen der Unternehmensname sowie Vor- und Zuname des Vertretungsberechtigten
  • Rechtsform des Unternehmens
  • Anschrift (Straße, Hausnummer, Postleitzahl und Ort)
  • Kontaktdaten, unter denen Sie elektronisch und nicht-elektronisch erreichbar sind, also in der Regel E-Mail-Adresse und Telefonnummer
  • Umsatz- oder Wirtschaftssteuer-Identifikationsnummer, falls vorhanden
  • Handels-, Vereins-, Partnerschafts- oder Genossenschaftsregister mit Registernummer, falls vorhanden.

Für Sie als Händler ist außerdem eine Verlinkung auf die Online-Streitbeilegungsplattform eine obligatorische Angabe für das Impressum. Diese Pflicht gilt seit 2016 und EU-weit gültig. Zudem sollten Sie darüber informieren, ob Sie bereit sind, an Verbraucherschlichtungsverfahren teilzunehmen. Sollte das der Fall sein, müssen Sie die zuständige Verbraucherschlichtungsstelle unter Angabe der Kontaktdaten, also Anschrift und URL, nennen.

Bestimmte Berufsgruppen wie beispielsweise Gastronomiebetriebe müssen zusätzlich die für sie zuständige Aufsichtsbehörde inklusive der Anschrift und URL der Behörde angeben. Im Falle von Verstößen seitens der Betreiber sollen Verbraucher gleich erkennen, an wen sie sich wenden können. Bieten Sie auf Ihrer Seite journalistisch-redaktionell gestaltete Inhalte an, sind Sie nach § 55 Absatz 2 Rundfunkstaatsvertrag dazu verpflichtet, für diese einen Verantwortlichen mit Namen und Anschrift anzugeben.

Was passiert, wenn ich kein Impressum habe?

Haben Händler kein Impressum auf ihrer Website, obwohl sie dem Gesetz nach dazu verpflichtet sind, können Geldbußen drohen. Ein fehlendes Impressum stellt außerdem einen Wettbewerbsverstoß dar, woraus sich Unterlassungsansprüche ergeben können. Das Resultat können Abmahnungen sein, die wiederum mit Geldbußen verbunden sind.

AGB

Eine weitere Seite, die Sie anlegen sollten, wenn Sie online verkaufen möchten, ist die zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Gesetzlich sind Sie zwar nicht dazu verpflichtet, eine Seite zu den AGB zu erstellen. Dem § 305 BGB zufolge sind die Allgemeinen Geschäftsbedingungen in den Kaufvertrag aufzunehmen. Zudem gibt es gesetzlich vorgeschriebene Informationspflichten und vertragliche Vereinbarungen, die im Fernabsatz- und E-Commerce-Recht geregelt sind. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, diese Informationen gesammelt in einer Unterseite mit den AGB zusammenzufassen. Die AGB müssen, ebenso wie das Impressum, im Onlineshop deutlich sichtbar und leicht zu finden sein. Zusätzlich ist im Bestellprozess, also bei Vertragsschluss, ausdrücklich auf die AGB hinzuweisen. Sie müssen vollständig einsehbar, gut lesbar und nicht ausufernd sein, also kurz genug, dass Kunden sie in zumutbarer Weise zur Kenntnis nehmen können. Die Kenntnisnahme der Geschäftsbedingungen lassen Sie sich am besten per Checkbox bestätigen.

Welche Informationen müssen meine AGB enthalten?

Zu den Angaben, die in Ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen enthalten sein sollten, zählen:

  • Vertragsschluss: An welcher Stelle im Bestellprozess es zum Vertragsschluss kommt, entscheiden Sie, jedoch besteht die Pflicht, darüber zu informieren.
  • Gewährleistung: Weisen Sie Ihre Kunden über die gesetzlichen Gewährleistungsrechte hin.
  • Streitbeilegungsverfahren: Das kennen Sie schon vom Impressum – sind Sie bereit, an Streitbeilegungsverfahren teilzunehmen, nehmen Sie alle relevanten Informationen auch in die AGB auf.

Zusätzlich können Sie folgende Angaben zu den Haftungsbeschränkungen machen. Zwar setzt das BGB den Haftungsbeschränkungen enge Grenzen, Sie können diese jedoch ausschöpfen und sollten sie in die AGB aufnehmen.

Datenschutzerklärung

Nicht zuletzt benötigen Sie auf Ihrer Website eine Datenschutzerklärung. Da diese auf allen Seiten zu finden sein sollte, bietet es sich an, sie in den Footer mit aufzunehmen. Was in der Datenschutzerklärung stehen muss, regelt Artikel 13 der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung, kurz DSGVO, die seit Mai 2018 gültig ist. Ganz allgemein geht es darum, Websitebesucher darüber zu informieren, welche ihrer Daten beim Surfen auf Ihrem Onlineshop erhoben werden.

Was gehört in die Datenschutzerklärung?

Erheben Sie personenbezogene Daten, sind Sie verpflichtet, folgende Angaben zu machen:

  • Namen und Kontaktdaten des Verantwortlichen oder des Vertreters
  • Die Kontaktdaten des Datenschutzbeauftragten
  • Die Zwecke, für die die personenbezogenen Daten verarbeitet werden sollen sowie die Rechtsgrundlage für die Verarbeitung
  • Die berechtigten Interessen, die vom Verantwortlichen oder einem Dritten verfolgt werden, sofern die Verarbeitung auf Art. 6 Abs. 1 f beruht
  • Die Empfänger oder Kategorien von Empfängern der personenbezogenen Daten
  • Die Absicht des Verantwortlichen, die personenbezogenen Daten an ein Drittland oder eine internationale Organisation zu übermitteln, sowie das Vorhandensein oder Fehlen eines Angemessenheitsbeschlusses der Kommission oder im Falle von Übermittlungen gemäß Artikel 46, 47 oder 49 Absatz 1 Unterabsatz 2 einen Verweis auf die geeigneten oder angemessenen Garantien und die Möglichkeit, wie eine Kopie von ihnen zu erhalten ist, oder wo sie verfügbar sin.

Um eine faire und transparente Verarbeitung zu gewährleisten, müssen Sie weiterhin über Folgendes informieren:

  • Die Dauer, für die die personenbezogenen Daten gespeichert werden oder, falls das nicht möglich ist, die Kriterien für die Festlegung der Dauer
  • Das Bestehen eines Rechts auf Auskunft seitens des Verantwortlichen über die betreffenden personenbezogenen Daten sowie auf Berichtigung oder Löschung oder auf Einschränkung der Verarbeitung oder eines Widerspruchsrechts gegen die Verarbeitung sowie des Rechts auf Datenübertragbarkeit
  • Das Bestehen eines Rechts, die Einwilligung jederzeit zu widerrufen, ohne dass die Rechtmäßigkeit der aufgrund der Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung berührt wird, wenn die Verarbeitung auf Art. 6 Abs. 1 a oder Art. 9 Abs. 2 a beruht
  • Das Bestehen eines Beschwerderechts bei einer Aufsichtsbehörde
  • Ob die Bereitstellung der personenbezogenen Daten gesetzlich oder vertraglich vorgeschrieben oder für einen Vertragsabschluss erforderlich ist, ob die betroffene Person verpflichtet ist, die personenbezogenen Daten bereitzustellen, und welche möglichen Folgen die Nichtbereitstellung hätte
  • Das Bestehen einer automatisierten Entscheidungsfindung einschließlich Profiling gemäß Art. 22 Abs. 1 und 4 und, zumindest in diesen Fällen, aussagekräftige Informationen über die involvierte Logik sowie die Tragweite und die angestrebten Auswirkungen einer derartigen Verarbeitung für die betroffene Person.

Sollen die personenbezogenen Daten für einen anderen Zweck weiterverarbeitet werden als den, für den die Daten erhoben worden sind, müssen Sie der betroffenen Person vor der Weiterverarbeitung Informationen über diesen anderen Zweck zur Verfügung stellen. All dies gilt nicht, wenn die betroffene Person bereits über die Informationen verfügt. Wichtig ist bei der Datenschutzerklärung, dass sie in leicht wahrnehmbarer, verständlicher und klar nachvollziehbarer Form einen aussagekräftigen Überblick über die beabsichtigte Verarbeitung zu vermitteln müssen.

Wenn Sie an einer Checkliste zum Thema Datenschutz/DSGVO interessiert sind, empfehlen wir die unseres Partners Trusted Shops. Diese können Sie hier herunterladen: https://experts.etrusted.com/dsgvo-checkliste-download.

Unser Tipp

Dieser Artikel enthält Hinweise auf rechtliche Ansichten, Gerichtsurteile und/oder Rechtsmeinungen Dritter, erhebt aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit. Der Artikel stellt keine Rechtsberatung dar und kann keinesfalls eine rechtliche Beratung im Einzelfall durch fachlich versierte Personen ersetzen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, lassen Sie sich durch Fachkräfte rechtlich beraten. Sollten Sie unsere Software nutzen, schauen Sie sich doch mal die Trusted-Shops-App an. Dort finden Sie einen kostenlosen Textgenerator für AGB, Impressum und Datenschutzerklärung. Trusted Shops bietet außerdem verschiedene kostenpflichtige Abmahnschutzpakete an, über die Sie je nach Paket drei bis acht Websites absichern können.

Ware nachbestellen, den Laden in Schuss halten, Kunden beraten – stationäre Händler sind meist sehr beschäftigt. Neben dem Laden auch noch einen eigenen Onlineshop zu eröffnen, klingt wie ein riesiges Unterfangen und scheint ohne Vorkenntnisse kaum möglich zu sein. Doch mit der richtigen Shopsoftware kann jeder Ladenbesitzer ohne großen Aufwand in den E-Commerce einsteigen und seine Produkte auch online verkaufen.

Während man früher meist auf die teuren Dienste einer Agentur zugreifen, Fachkenntnisse besitzen und viel Startkapital aufbringen musste, gibt es heute kostengünstige Lösungen in der Cloud. Das Prinzip ist ganz einfach: Sie erstellen und verwalten den Shop komplett im Browser und müssen nichts auf Ihrem Computer installieren. So können Sie von überall dort, wo es Internetzugang gibt, Ihre Bestellungen bearbeiten, Produkte einpflegen und neue Seiten zum Shop hinzufügen. In Deutschland gibt es verschiedene Anbieter, die speziell für stationäre Händler integrierte Onlineshops auf Basis der ePages-Instore-Shoptechnologie anbieten. Dazu gehören unter anderem der führende Zahlungsdienstleister PAYONE, das Joint Venture der Ingenico Group und des Deutschen Sparkassenverlags, und der Payment-Organisation der Volks- und Raiffeisenbanken VR Payment. Damit können Sie in weniger als einem Tag Ihren Shop erstellen und ab sofort auch online präsent sein.

Haben Sie sich für eine Shopsoftware entschieden und Ihren Shop registriert? Dann beginnen Sie mit der Einrichtung. Um Ihnen den Start zu vereinfachen, haben wir für Sie eine Checkliste mit den ersten Schritten zusammengestellt.

1. Eine Domain wählen

Die Domain ist die Adresse, unter der Ihr Shop für die Kunden zu finden ist – zum Beispiel www.emmas-onlineshop.de. In der Regel erhalten Sie die Domain vom Anbieter, bei dem Sie auch den Shop gebucht haben. Bei der Wahl des Domainnamens empfiehlt es sich meist, einfach den Namen Ihres Geschäfts zu nutzen. Außerdem sollte der Name möglichst kurz und für Ihre Kunden leicht zu merken sein. Weitere Tipps finden Sie in unserem Artikel zum Thema Domainnamen finden.

2. Den Shop gestalten

Für Ihren Shop stehen Ihnen verschiedene Design-Vorlagen zur Verfügung. Diese geben die grundlegende Gestaltung vor. Bei ePages Instore haben Sie die Wahl aus einer Vielzahl von attraktiven Vorlagen, die alle Anforderungen an ein modernes Design erfüllen. Die Vorlagen sind responsive, das bedeutet, dass sie auf allen Endgeräten perfekt angezeigt werden. Nach der Wahl der Design-Vorlage können Sie die Gestaltung des Shops individualisieren – beispielsweise, indem Sie die Farben sowie die Schriftarten ändern und die Alleinstellungsmerkmale Ihres Shops im Header darstellen lassen. Indem Sie im Footer die Logos der von Ihnen angebotenen Zahlungs- und Versanddienstleister anzeigen, bieten Sie Ihren Kunden sofort einen Überblick über die Optionen, die ihnen bei der Bestellung zur Verfügung stehen.

3. Ein Logo hochladen

Das Logo Ihres Shops wird im Header angezeigt und verstärkt den Wiedererkennungswert bei Ihren Kunden. Falls Sie noch kein Logo haben, wird an dieser Stelle einfach der Name Ihres Shops eingeblendet. Ein Tipp: Über Onlinemarktplätze für digitale Dienstleistungen wie beispielsweise Fiverr können Sie sich für wenig Geld ein ganz individuelles, professionelles Logo erstellen lassen.

4. Produkte und Kollektionen anlegen

Das Wichtigste in Ihrem Shop sind die Produkte, die Sie verkaufen. Beim Anlegen eines Produkts sollten Sie auf jeden Fall dessen Namen, den Preis sowie eine Beschreibung angeben. Außerdem wichtig: hochqualitative Fotos, mit denen Ihre Kunden sich einen perfekten Eindruck der Produkte verschaffen können. Bei ePages Instore können Sie Ihre Produkte mit sogenannten Kollektionen organisieren. Das können zum Beispiel Neuzugänge, Produkte im Angebot oder Produkte der gleichen Art (wie etwa T-Shirts, Jacken und Hosen) sein. Die Kollektionen ermöglichen Ihnen dann, Ihre Produkte ansprechend im Shop anzeigen zu lassen.

5. Seiten erstellen und befüllen

Auf den Seiten Ihres Shops können Sie zum Beispiel die Geschichte Ihres Unternehmens erzählen oder Ihren Kunden Infos zur Lieferung präsentieren. Nutzen Sie dazu verschiedene Elemente wie Texte, Bilder oder Videos. Indem Sie ein Kontaktformular einbinden, geben Sie Ihren Kunden die Möglichkeit, Ihnen schnell und einfach Fragen zu stellen. Als Onlinehändler sind Sie dazu verpflichtet, den Kunden verschiedene rechtliche Seiten bereitzustellen. Dazu gehören zum Beispiel das Impressum, die AGB oder die Datenschutzerklärung. Bei ePages Instore sind diese Seiten bereits angelegt und müssen nur noch von Ihnen befüllt werden. Kostenlose, rechtssichere Texte können Sie zum Beispiel auf der Website von Trusted Shops erstellen.

6. Ihr Ladengeschäft vorstellen

Sie sollten in Ihrem Shop unbedingt auch Ihr Ladengeschäft präsentieren. Dafür erstellen Sie eine eigene Seite, auf der Sie die Adresse des Geschäfts und die Öffnungszeiten angeben. Durch das Einbinden einer Karte von Google Maps können Ihre Kunden Sie schnell und einfach finden. Mit ansprechenden Fotos Ihres Geschäfts vermitteln Sie Kunden einen ersten Eindruck Ihres Ladens.

7. Zahlungs- und Versandoptionen anlegen

Sie können Ihren Kunden verschiedene Zahlungs- und Versandmethoden anbieten. Für die Lieferung können Sie entweder einen Versanddienstleister wie DHL nutzen oder eigene Methoden einrichten – beispielsweise die Abholung im Laden. Außerdem sollten Sie Ihren Kunden die wichtigsten Zahlungsmethoden zur Verfügung stellen. Dazu gehören etwa PayPal, Kauf auf Rechnung oder Lastschriftverfahren. So findet jeder Kunde seine bevorzugte Methode und kann bequem bei Ihnen einkaufen.

8. Den Shop für Suchmaschinen optimieren

Shops auf Basis von ePages Instore sind durch clevere Voreinstellungen bereits bestens für Suchmaschinen wie Google gerüstet, damit sie gute Rankings erzielen und leicht von Kunden gefunden werden. Um Ihren Shop weiter zu optimieren, sollten Sie Einstellungen zu Seiten und Produkten vornehmen. Beispielsweise lohnt es sich, einen aussagekräftigen Seitentitel anzugeben, der die für Ihren Shop relevanten Keywords enthält. Es kann eine Weile dauern, bis Suchmaschinenoptimierung Wirkung zeigt. Auf längere Sicht zahlt sie sich aber auf jeden Fall für Sie aus.

9. Den Shop testen und eröffnen

Besuchen Sie alle Unterseiten Ihres Shops und achten Sie darauf, ob alles zu Ihrer Zufriedenheit dargestellt wird. Durch das Aufgeben von Testbestellungen überprüfen Sie den Bestellprozess, die Zahlungs- und Versandmethoden sowie die Mails, die der Shop an Ihre Kunden schickt. Sie sollten möglichst auch Freunde und Bekannte um ihr Feedback bitten. Sind Sie fertig und zufrieden mit Ihrem Shop? Dann können Sie ihn jetzt eröffnen!

10. Erste Kunden gewinnen

Ab sofort konzentrieren Sie sich darauf, die ersten Kunden in Ihren Shop zu locken. Dazu sollten Sie die Kunden Ihres Ladens auf ihn aufmerksam machen. Das geht beispielsweise mit einem QR-Code im Schaufenster, der auf Ihren Onlineshop verweist. Pflegen Sie auf jeden Fall auch Ihr Profil bei Google My Business und fügen Sie dort einen Link zu Ihrem Shop ein. Tipps hierzu finden Sie in unserem Artikel über Google My Business. Sind Sie bereits in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Instagram aktiv? Dann nutzen Sie Ihre bereits bestehende Reichweite, um Ihren Shop zu bewerben.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Einrichtung Ihres Shops und viel Erfolg im Onlinehandel!

Im stationären Einzelhandel haben Kunden die Möglichkeit, Produkte anzufassen, aus- oder sogar anzuprobieren. Sie können sich das Material genau anschauen, die Produkte von allen Seiten betrachten, sich ein genaues Bild von der Farbe machen, kurz: die Produkte mit allen Sinnen erfassen. Wenn Sie Ihren Kunden ein verknüpftes Einkaufserlebnis bieten und Ihre Produkte auch in einem eigenen Onlineshop anbieten möchten, müssen Sie Ihre Kunden auf andere Art von Ihrem Angebot überzeugen. Neben einem klaren Aufbau Ihres Onlineshops, einem einheitlichen Auftritt oder spannenden Informationen zu den Produkten können Sie Kunden vor allem durch gute Produktfotos neugierig machen.

Bleiben Sie bei einem Stil

Der eigene Onlineshop kann sich nicht nur positiv auf die Umsatzzahlen auswirken, er dient auch der Stärkung Ihrer Marke und kommt damit Ihrem Marketing zugute. Dazu können Sie sich des Wiedererkennungseffekts bedienen, indem Sie die Art, wie Sie Ihre Produkte im stationären Geschäft präsentieren, auch auf Ihre Produktfotos übertragen. Zeichnet sich Ihr Ladengeschäft durch einen minimalistischen Stil aus? Dann sollten Ihre Produktfotos dies auch transportieren. Oder haben Sie eine bestimmte Farbpalette, die charakteristisch für Ihr Ladengeschäft ist? Dann können Sie auch mit passenden farbigen Hintergründen arbeiten. Bevor Sie also mit der Fotografie Ihrer Produkte starten, entscheiden Sie sich für einen Stil und bleiben Sie dabei, damit Ihr Onlineshop so professionell aussieht wie Ihr stationäres Geschäft.

Halten Sie das richtige Equipment bereit

Abgesehen von den Produkten, die Sie fotografieren möchten, sollten Sie das richtige Equipment zur Hand haben. Dazu gehören:

  • Kamera: Damit Sie Fotos machen können, benötigen Sie natürlich eine Kamera oder ein nicht zu altes Smartphone mit einer guten Kamera. Vor allem neue Modelle haben mittlerweile sehr gute Kameras, mit denen hochwertige Fotos gemacht werden können.

Camera | instore-commerce.com

  • Objektive: Teleobjektiv, Fish-Eye-Objektiv, Weitwinkelobjektiv – das sind nur ein paar Beispiele für verschiedene Arten von Objektiven. Sie beeinflussen die Qualität von Fotos maßgeblich und sind für Händler, die ihre Produkte selbst fotografieren, eine nützliche Investition. Wenn Sie mit dem Smartphone fotografieren möchten, gibt es auch dafür mittlerweile gute Objektive, die ans Telefon angebracht werden können.
  • Stativ: Ein absolutes Muss für die Produktfotografie. Stative gibt es für Kameras wie für Smartphones und bieten verschiedene Vorteile. Mit einem Stativ können Produkte einerseits stets aus dem gleichen Winkel aufgenommen werden, andererseits vermeiden Sie durch die Nutzung verwackelte Bilder. Mit Stativen sind außerdem längere Belichtungszeiten möglich.

Tripod | instore-commerce.com

  • Hintergrund: Für gute Produktfotos ist ein einheitlicher, ruhiger Hintergrund wichtig. Für Ihr Produktfotografie-Setup sollten Sie daher einen geeigneten Hintergrund zur Hand haben. Dafür gibt es Ministudios oder Fotozelte zu kaufen, mit Pappen, Bettlaken oder Plastikplatten können Sie jedoch kostengünstig und schnell Ihr eigenes Ministudio aufbauen. Bei der Farbwahl sollte der Hintergrund zu Ihren Produkten sowie zur Farbpalette Ihres stationären Handels passen.
  • Licht: Für hochwertige Produktfotos benötigen Sie eine oder mehrere geeignete Lichtquellen. Je nach Budget und Stil können Lichtboxen oder -zelte das Richtige für Sie sein, oder Sie nutzen Schreibtischlampen mit starkem Licht oder Baustrahler. Wofür Sie sich auch entscheiden, auch hier gilt: Bleiben Sie bei einem einheitlichen Stil, entscheiden Sie sich also für einen Beleuchtungstypen und ändern Sie diesen nicht. So verhindern Sie, dass Ihre Produktfotos unterschiedlich aussehen.

Photo box | instore-commerce.com

  • Reflektierende Materialien: Weiß reflektierende Materialien wie weißer Karton oder Styropor reflektieren etwas Licht von der Lichtquelle auf Bereiche des Produkts, die mehr Licht benötigen.
  • Staubtuch: Besonders bei Detailaufnahmen, hellem Licht und dunklem Hintergrund kann Staub auf den Produktfotos stark auffallen. Halten Sie dazu Staubtücher bereit und überprüfen Sie vor und während des Shootings, ob Sie sie gegebenenfalls einsetzen müssen.

Bevor Sie mit dem Fotografieren loslegen, sollten Sie unbedingt Ihre Produkte noch mal überprüfen: Sind sie sauber, intakt und nicht verkratzt? Sind Fingerabdrücke auf den Produkten? Oder Schilder, die eventuell vor dem Fotografieren entfernt werden sollten? Bevor Sie viel Zeit in ein Produkt-Shooting investieren und wegen eines spät bemerkten Fehlers ein neues Shooting ansetzen müssen, vergewissern Sie sich besser im Vorfeld, ob die Produkte bereit zum Fotografieren sind.

Lassen Sie sich inspirieren

Wenn Sie sich noch nicht sicher sind, welchen Stil Sie für Ihre Produktfotos wählen möchten, lassen Sie sich von den Präferenzen Ihrer Zielgruppe und von Ihrer Konkurrenz inspirieren. Wie andere Unternehmen ihre Produkte präsentieren, kann Ihnen Ideen liefern, wie Sie Ihre Produkte fotografieren möchten – aber auch, wie Sie sich von Ihrer Konkurrenz abheben können. Haben Sie die Gelegenheit, Ihre Zielgruppe bzw. Ihre Kunden zu befragen, erkundigen Sie sich, welche Shops ihnen noch gut gefallen und schauen sich auch diese für Inspiration an.

Wählen Sie die richtigen Kameraeinstellungen aus

Haben Sie sich für die Arbeit mit einer Kamera entschieden, sollten Sie sich mit wichtigen Einstellungen vertraut machen, um das Beste aus Ihren Produktfotos herauszuholen. Nehmen Sie die Bedienungsanleitung zur Hand und fangen Sie mit dem Experimentieren an! Ein paar Begriffe, die Sie kennen sollten, sind Blendenwert, Weißabgleich und Belichtungswert:

  • Blendenwert: Bei DSLR- oder guten Kompaktkameras sollten Sie die Möglichkeit haben, den Blendenwert festzulegen. Eine eher seichte Tiefenschärfe erreichen Sie durch einen kleinen Blendenwert, eine tiefere Tiefenschärfe durch einen hohen Wert. Kurz: Je höher der Wert, desto mehr Fokus.
  • Weißabgleich: Über den Weißabgleich kann die Farbtemperatur des Lichts reguliert werden. Das bedeutet, dass Sie Farbverzerrungen durch den verwendeten Beleuchtungstyp korrigieren können. Für Produktfotos ist der Weißabgleich wichtig, damit die Farben der Produkte richtig dargestellt werden und Kunden bei Ankunft oder Abholen der Ware keine Überraschung erleben. Mit der akkuraten Darstellung der Farben können Sie also Retouren bzw. Rückgaben reduzieren.
  • Belichtungswert: Über den Belichtungswert kann das vorhandene Licht in einem Bild bestimmt werden. Mit dem richtigen Wert kann beispielsweise verhindert werden, dass ein Bild verdunkelt, also unterbelichtet wird, wenn es gegen einen hellen Hintergrund aufgenommen wird. Die Belichtungskompensationseigenschaften sind bei den meisten digitalen Kameras verfügbar. Sollte dies nicht der Fall sein, können Sie die Helligkeit Ihres Bildes nach dem Shooting mit Bildbearbeitungsprogrammen oder Bildbearbeitungs-Apps nachträglich bearbeiten.

Fotografien Sie Ihre Produkte aus verschiedenen Blickwinkeln

Ihr Onlineshop kann (und soll) das Einkaufserlebnis in Ihrem Geschäft nicht ersetzen. Damit sich Ihre Kunden aber ein Bild von Ihrem Angebot machen können, sollten Sie Ihre Produkte aus mehreren Winkeln fotografieren. Ihre Kunden können so die Ware von allen Seiten begutachten. Verkaufen Sie beispielsweise Bekleidung, sollten Sie Ihre Produkte nicht nur von vorne und von hinten fotografieren, sondern auch von der Seite, und besonderen Wert auf Details legen. Hat das angebotene Produkt etwa eine Stickerei, lohnt sich eine Nahaufnahme, auf der sie besser zu erkennen ist. Zudem ist es wichtig, Kunden verschiedene Fotos von den einzelnen Variationen des Produkts zu zeigen – beispielsweise den unterschiedlichen Farben.

Nehmen Sie sich Zeit für die Bildbearbeitung

Das Konzept für Ihre Produktfotos, die Produkte, das Setup und das Shooting sind wichtige Faktoren für das perfekte Produktfoto. Um das Beste aus den Fotos herauszuholen, sollten Sie die Bildbearbeitung nicht vergessen. So können Sie nicht nur die Qualität der Fotos sichern, sondern auch dafür sorgen, dass Ihre Produktbilder eine einheitliche Größe und einen einheitlichen Stil haben. Machen Sie die Bilder mit Ihrem Smartphone, können Sie auf viele kostenlose Bildbearbeitungs-Apps zurückgreifen. Mit Bildbearbeitungsprogrammen wie Adobe Lightroom und Adobe Photoshop, die auch als Smartphone-Apps verfügbar sind, haben Sie sogar die Möglichkeit, Ihre eigenen Einstellungen zu speichern und als Vorlage, als sogenanntes Preset, auf jedes beliebige Bild anzuwenden.

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